SDG Nr. 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz

19. Juli 2021

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SDG Nr. 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz

19. Juli 2021

„Kommende Generationen werden dich nicht fragen, in welcher Partei du warst. Sie werden wissen wollen, was du dagegen getan hast, als du wusstest, dass die Pole schmelzen.“

Martin Sheen, amerikanischer Schauspieler

Der Klimawandel ist eines der dringendsten Themen unserer Zeit und das Ergebnis verschiedener Sachverhalte wie Umweltverschmutzung und Missbrauch der Umwelt und unserer Atmosphäre. Die Auswirkungen dessen sind bereits heute sichtbar: 

Weltweit ist die mittlere Temperatur seit Beginn der Industrialisierung im Durchschnitt bereits um rund ein Grad gestiegen. Ohne eine Begrenzung der Treibhausgasemissionen könnte diese bis zum Jahr 2100 um mehr als drei Grad Celsius ansteigen – mit immensen Schäden. 

Besonders ist das Treibhausgas CO2 im Fokus. Der CO2-Gehalt unserer Atmosphäre ist in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen und steigt weiter. Im Vergleich zur vorindustriellen Zeit hat er um 146 Prozent zugenommen. Dieser enorme Anstieg an CO2 ist weitgehend dafür verantwortlich, dass das Eis an den Polen und auf den Gletschern weltweit in Massen schmilzt. 

Der Klimawandel führt zu Extremwetterereignissen wie Wirbelstürmen und Hurrikans, Hitzeperioden und Dürren. Die Folgen sind Erdrutsche, Überschwemmungen, Starkregen und Sturmfluten. Dadurch werden beispielsweise Häuser und Ernten sowie Nahrungs- und Lebensgrundlagen zerstört.

Wenn der Meeresspiegel steigt, Ernten vertrocknen und ganze Landstücke unbewohnbar werden, zieht es die Menschen dorthin, wo es sich besser leben lässt – in Städte und Ballungszentren (vgl. SDG 11 nachhaltige Städte und Gemeinden). 

Etwa 21,5 Millionen Menschen sind aufgrund des Klimawandels und der damit einhergehenden Folgen jedes Jahr gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und zu fliehen. 

Aber nicht nur Menschen, auch Tiere und Pflanzen sind von der Erderwärmung betroffen: Sie werden aus ihrem Lebensraum gedrängt, verlieren ihre Nahrungsgrundlagen oder sind sogar vom Aussterben bedroht. 

Quelle: https://www.instagram.com/p/CPviBNyAGWx/?utm_medium=copy_link 

In Deutschland zeigen sich die Klimaveränderungen in besonderer Weise an unseren Wäldern und Gewässern. Die Bäume bekommen zu wenig Wasser und durch die Hitze steigt die Waldbrandgefahr. Eine optimale Umgebung für Schädlinge wie den Borkenkäfer, der sich immer weiter ausbreitet. In der Nord- und Ostsee sowie in einigen Seen kommt es verstärkt zu Algen- und Bakterienbildung mit teilweise giftigen Ausprägungen. 

Im Pariser Klimaschutzabkommen hat sich die Staatengemeinschaft deshalb weltweit zu Maßnahmen zum Schutz des Weltklimas verpflichtet. 

Noch ist es möglich, den Temperaturanstieg durch maßgebliche Verhaltensänderungen und technologische Innovation auf 2, im besten Falle 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. 

Das Nachhaltigkeitsziel 13 ruft zu umgehenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf. Dieser Aufruf geht an die Politik, die Wirtschaft aber auch an uns alle. 

Mitmachen zählt: vielleicht mit der Unterstützung einer Baumpflanzaktion in eurer Nähe, einen bewussten Fahrrad-Monat, weniger Flugreisen (gerade im Kurzstreckenbereich) oder einer Browser-Umstellung beispielsweise auf ‚Ecosia‘. 

Was habt ihr sonst noch für Ideen? 

Laura Lehmann

Gründerin, CEO

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SDG Nr. 12 – Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster

19. Juli 2021

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SDG Nr. 12 – Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster

19. Juli 2021

Das SDG 12 bezieht sich sowohl auf den individuellen Konsum als auch auf die Umgestaltung der Wertschöpfungsmuster, die unserer Produktion zugrunde liegen. Bedeutet: Dieses Ziel spricht jeden Einzelnen von uns an, z. B. in Form von Vermeidung beziehungsweise der verantwortungsvollen Entsorgung von Abfällen.

Unser Planet ist nur begrenzt belastbar. 

Die Weltbevölkerung konsumiert aktuell mehr Ressourcen als das gesamte Ökosystem bereitstellen kann. 

Wie können wir mit den knappen Ressourcen unseres Planeten so umgehen, dass sie auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben? Dazu ist ein tiefgreifender Wandel unserer Produktions- und Konsumpraktiken notwendig: Weg von einer „Wegwerfkultur“ und hin zu einer Kreislaufwirtschaft, in der weniger verschwendet und mehr wiederverwendet und recycelt wird.

Wie ist die Situation in Deutschland?

In Industrieländern wie Deutschland ist der Ressourcenverbrauch pro Kopf besonders groß. Jede und jeder Deutsche wirft pro Jahr durchschnittlich etwa 1,5 Kilogramm Kleidung, 85 Kilogramm Nahrungsmittel und rund 25 Kilogramm Plastikverpackungen in den Müll. Das teilweise auferlegte Verbot von Plastikverpackungen im Privatkund*innenbereich ist ein Schritt in die richtige Richtung – hier muss aber noch viel mehr passieren.  

Die richtige Mülltrennung ist ebenfalls ein wichtiger Baustein. Strategien für besseres Recycling und eine effiziente Kreislaufwirtschaft sind notwendig, um nachhaltiger mit unseren Ressourcen zu wirtschaften. Momentan kann beispielsweise nur die Hälfte der Plastikabfälle wiederverwertet werden. 

Ein weiteres Stichwort, das uns alle betrifft, ist das Thema Lebensmittelverschwendung. In Deutschland ist „Containern“, also das Retten von ungebrauchten Nahrungsmitteln aus dem Müll, trotz dramatischer Lebensmittelverschwendung noch immer illegal. Vorbild könnten hier Gesetzgebungen wie in Frankreich sein: Dort ist es dem Handel verboten, neuwertige Lebensmittel wegzuwerfen.

Initiativen wie „Zu gut für die Tonne!“ versuchen, dem Phänomen der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken. Sie gebennützliche Tipps zu sämtlichen Lebensmitteln und wie diese zum Beispiel länger haltbar gemacht werden können. Die Initiative trägt somit aktiv dazu bei, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und die Wertschöpfung unseren Lebensmitteln gegenüber zu erhöhen. 

Und auch Betriebe im Lebensmittelbereich können durch die Teilnahme an Bewegungen und Apps wie „Too Good To Go“ überschüssigen Lebensmitteln und Restanten ein zweites Leben abseits der Mülltonne ermöglichen. 

Quelle: zugutfuerdietonne.de

Wichtig ist auch Information und Transparenz: Nur eine adäquate Aufklärung von Verbraucher*innen über nachhaltigen Konsum und Lebensstil trägt zu einer langfristigen Trendwende bei. Durch Umweltsiegel auf Produkten wie dem „Blauen Engel“, können Verbraucher*innen sofort erkennen, ob ein Produkt nachhaltig hergestellt wurde oder es bei der Nutzung beispielsweise wenig Energie verbraucht oder Treibhausgase ausstößt.

Tipp: Auf blauer-engel.de können gezielt Produkte gesucht oder in verschiedenen Produktkategorien stöbern werden. Über 12.000 Produkte und Dienstleistungen tragen den Blauen Engel.

Nicht jeder kann alles tun, aber jeder kann etwas tun. 

Verbraucher*innen in den Industrieländern haben überdurchschnittlich viel Macht, um mit ihren Entscheidungen auch globale Produktionsketten zu beeinflussen, zum Beispiel durch den Umstieg auf regionale, ökologische und fair gehandelte Lebensmittel. Sie legen einen Grundstein, damit Konsum- und Produktionssysteme so angepasst werden, dass sie wieder mit unserem Ökosystem in Einklang stehen. 

Der eigene Lebensstil und das private Konsumverhalten müssen nachhaltig gestaltet werden. Praktische Tipps und verlässliche Informationen, etwa durch Siegel, können dabei helfen.

Tipp: Diese und viele weitere Fragen rund um umweltbewussten und sozialen Konsum beantwortet das Onlineportal des Nachhaltigen Warenkorbs. Unter nachhaltiger-warenkorb.de zeigt der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), wie Verbraucher*innen aktiv etwas für das Klima tun können.

Laura Lehmann

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SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden

10. Juni 2021

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SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden

10. Juni 2021

Die Weltbevölkerung nimmt kontinuierlich zu und die Urbanisierung schreitet weltweit voran. Erstmals leben heute mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Bis 2050 wird erwartet, dass 68% der gesamten Weltbevölkerung in Städten leben wird. Städte haben enorme, oft noch ungenutzte Potenziale für die Entwicklung eines Landes. Sie sind Dreh- und Angelpunkt lokaler und nationaler Wirtschaften, und schon heute bündeln sich in den Städten dieser Erde mehr als 80% der globalen Wirtschaftsaktivität.

Zu den größten städtischen Herausforderungen unserer Zeit zählen vor allem die Themen Verkehrsüberlastung, fehlende Mittel für die Grundversorgung, Wohnraum, die Abnutzung von Infrastruktur, die zunehmende Luftverschmutzung sowie der Umgang mit Abfall. Damit wir jedoch auch in Zukunft gut leben können, brauchen wir bezahlbaren urbanen Wohnraum und eine nachhaltige und integrierte Stadtentwicklungspolitik. Zu lebenswerten Städten gehört gute Arbeit, nachhaltige Infrastruktur und Mobilität, Gesundheit und Teilhabe der Menschen. Aber auch ländliche Gegenden dürfen im Entwicklungsprozess nicht vergessen werden: Attraktive ländliche Räume und Dörfer mit guten Arbeitsplätzen und Infrastrukturen dämpfen eine Urbanisierung der Gesellschaft und erhöhen die Lebensqualität vor Ort sowie im Umland städtischer Räume.

Allgemeines Ziel ist es, Städte inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu machen.

Im Detail bedeutet das:

  • Nachhaltige Nutzung der Flächen
  • Sichere, bezahlbare und nachhaltige Mobilität in der Stadt und auf dem Land
  • Senken der Umweltbelastung durch Städte und Urbanisierung
  • Bezahlbarer Wohnraum für alle

Wie können diese Ziele erreicht werden?

Zu 1.) Was bedeutet es, Flächen nachhaltig zu nutzen?
Zum Beispiel sind Schottergärten in Baden-Württemberg ausdrücklich verboten. Auch in einigen anderen Bundesländern und Kommunen sind sie bereits unzulässig. Wer einen (Vor-)Garten hat, kann diesen Begrünen und mit heimischen Blumen Bienen, Schmetterlingen und unterschiedlichsten Insekten ein Zuhause bieten.

Zu 2.) Sichere, bezahlbare und nachhaltige Mobilität in der Stadt und auf dem Land
Hier hat Deutschland im Vergleich noch einiges an Nachholbedarf und kann sich ein Beispiel an diversen Nachbarländern nehmen: In Estland weitet der Staat beispielsweise den kostenlosen Nahverkehr aus und in der Hauptstadt Tallinn ist dieser bereits seit 2013 für die einheimische Bevölkerung kostenlos.
Die jüngste und medienwirksame Kontroverse in Deutschland drehte sich allerdings um das Thema Benzinpreise: Benzinpreise auf lange Sicht anheben, um die Umwelt zu schützen. Wir können von uns behaupten, dass wir so viel es uns möglich ist, mit dem Fahrrad fahren. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass viele diese Möglichkeit aufgrund von langen Entfernungen und fehlendem ÖPNV nicht haben. Das Auto wird zumeist genutzt, um z. B. zur Arbeit zu kommen – nicht für Spazierfahrten. Ein konsequenter Ausbau des Nahverkehrs wäre aus unserer Sicht daher der nachhaltigere Ansatz. Diese Entwicklung hätte im gleichen Zug positive Auswirkungen auf das Unterziel 3.), die Senkung von Umweltbelastungen.

Zu 4.) bezahlbarer Wohnraum für alle
Bekanntermaßen haben Angebot und Nachfrage direkte Einwirkungen auf den Preis. Aufgrund der Urbanisierung steigt die Nachfrage nach städtischem Wohnraum, wodurch der Preis in die Höhe klettert. Effiziente Stadtplanungs- und Managementpraktiken sind hier unabdingbar, um der voranschreitenden Urbanisierung zu begegnen, angemessenen Wohnraum zu schaffen und allen Menschen Teilhabe zu ermöglichen. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ist an dieser Stelle erneut mitzudenken und eine Möglichkeit, die innerstädtische Situation zu entspannen.

Städte sind heute und in Zukunft zentral für unsere Wirtschaft, Brennpunkte sozialer, kultureller und politischer Diskurse sowie Lebensraum für den Großteil der Weltbevölkerung. Eine zukunftsweisende und effektive Stadtentwicklung ist daher unabdingbar, um die globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 zu erreichen.


Quellen:

Laura Lehmann

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SDG Nr. 10 – Weniger Ungleichheit

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SDG Nr. 10 – Weniger Ungleichheit

31. Mai 2021

Mit SDG 10 hat sich die Staatengemeinschaft zum Ziel gesetzt, die Ungleichheit zwischen und innerhalb den Staaten zu verringern. Darüber hinaus ist Ungleichheit als Querschnittsthema entlang aller 17 Ziele für den Erfolg der Agenda 2030 von zentraler Bedeutung.
 
Einkommen und Vermögen sind weltweit ungleich verteilt. In den letzten Jahren hat die Ungleichheit in einigen Ländern sogar weiter zugenommen. Deshalb liegt ein besonderes Augenmerk des SDG 10 darauf, für die ärmsten 40 Prozent der Weltbevölkerung die Einkommenssituation deutlich zu verbessern und das Wohlstandsgefälle in und zwischen den Ländern zu verringern.
Doch Ungleichheit beschränkt sich nicht ausschließlich auf die sogenannten Entwicklungsländer: Im Euro-Raum halten beispielsweise die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung etwa die Hälfte des Gesamtvermögens.
Hinzu kommt, dass in der Betrachtung und Analyse von Ungleichheit noch weitere Dimensionen abgebildet werden müssen. Ungleichheit zeigt sich ebenso im Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung, in der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe, der Chancengleichheit oder der Lebenserwartung. Zusätzlich ist die Gleichstellung der Geschlechter (SDG 5) bei diesem Ziel zentral mitzudenken.
Große soziale, politische und wirtschaftliche Ungleichheit innerhalb und zwischen verschiedenen Staaten ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.
Alle Menschen sollen ihr Leben selbst bestimmen können. Der Abbau von Ungleichheit fördert das Innovationspotenzial und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, fördert die Leistungsbereitschaft und reduziert die Ursachen für Migration. Nur so können die sozialen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Potenziale aller Menschen angemessen genutzt werden und zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.
Große Ungleichheit und Diskriminierung abzubauen ist ein elementares Menschenrechtsprinzip. Teilhabe für alle Menschen möglich zu machen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Ethnizität, Herkunft, Religion, einer Behinderung und wirtschaftlichem oder sozialem Status ist Teil der sozialen Verantwortung.
Fernab der globalen Finanz- und politischen Staatsebene kann auch hier in Deutschland jedes Unternehmen und jede Einzelperson im Rahmen der sozialen Verantwortung zur Gesamtzielerreichung im Nachhaltigkeitsziel 10 beitragen.
Die globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten können beispielsweise so nachhaltig wie möglich gestaltet werden, in dem Menschenrechte, die Einhaltung internationaler Arbeits- und Sozialstandards, der Schutz vor Kinder- und Zwangsarbeit sowie Diskriminierungsverbot an oberster Stelle stehen.
Die Implementierung von Eingliederungsstrategien für Frauen, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung sowie Migranten bietet Unternehmen außerdem die große Chance, selbst etwas zum Abbau von Ungleichheit beizutragen und dabei das eigene Unternehmen zusätzlich zu stärken.
 
Zugleich gibt es verschiedene Möglichkeiten, als Einzelperson tätig zu werden: Mit der Unterstützung einer regionalen Initiative wie der Tafel oder dem Kauf einer Obdachlosen-Zeitung kann jede*r Einzelne ganz unabhängig vom eigenen Gehalt der Gesellschaft etwas zurückgeben.
 
Das Prinzip der Agenda „Niemanden zurücklassen“ ist hier besonders zu unterstreichen.
 
Quellen und weiterführende Links:

Laura Lehmann

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SDG Nr. 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur

26. Mai 2021

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SDG Nr. 9 – Industrie, Innovation und Infrastruktur

26. Mai 2021

Darin war sich die Staatengemeinschaft mit der Verabschiedung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele 2015 in New York einig: Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, nachhaltige Produktion, nachhaltige Städte und nachhaltige Bildungs- und Gesundheitssysteme sowie damit eine ganze Reihe weiterer wichtiger Nachhaltigkeitsziele sind ohne funktionierende Infrastrukturen, intelligente Innovationen und eine leistungsfähige Industrie nicht denkbar.
Im Rahmen des SDG 9 sollen diese widerstandsfähigen Infrastrukturen aufgebaut, breitenwirksame, nachhaltige Industrie gefördert und Innovationen unterstützt werden.
Eine funktionierende Infrastruktur beinhaltet dabei nicht nur Straßen und Schienennetze, sondern ebenso lebenswichtige Grundlagen wie Strom, die Versorgung mit Wasser, die Erreichbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln oder Internet. Diese Faktoren bestimmen in der Folge beispielsweise den Zugang zu medizinischer Versorgung oder die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Noch heute haben 16% der Weltbevölkerung keinen Zugang zu mobilen Breitbandnetzen.
Überdies sind eine zukunftsfähige Industrie, starke Unternehmen und Betriebe maßgeblich von widerstandsfähigen Infrastrukturen und nachhaltigen Innovationen abhängig. Gezielte Investitionen, Förderung und Forschung stellen sicher, dass heutiger Aufbau von Infrastruktur auch für künftige Generationen ihren Nutzen behält.
Speziell im Bereich „Green Tech“ spielt Deutschland international eine wichtige Rolle und zählt zu den innovativsten Staaten weltweit. Laut einer OECD-Studie landete Deutschland außerdem auf Platz sechs der nachhaltigsten Industrieländer.
Auf dieser Basis liegt das Hauptaugenmerk für Deutschland im Ziel 9 zunehmend auf den Bereichen Energie- und Verkehrswende, dem flächendeckenden Zugang zu guten Infrastrukturen (beispielsweise Zugang zu Breitband-Internet und Glasfaseranschlüssen) sowie der Förderung grüner Technologie und nachhaltiger Innovationen.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass Ressourcen und Reichtum in der globalen Gesamtschau sehr ungleich verteilt sind. Förderung von widerstandsfähigen Infrastrukturen innerhalb des SDG 9 beinhaltet für Deutschland somit nicht nur die Förderung eigener Strukturen und Innovationen, sondern ebenfalls die Unterstützung einer produktiven Industrie und Industrialisierung in sogenannten Entwicklungsländern. Ein nachhaltiger globaler Wandel kann nur dann gelingen, wenn zusätzlich ein Wissenstransfer und Zugang zu aktueller Forschung und Entwicklung besteht.
90% der weltweiten Unternehmen werden als kleine und mittlere Unternehmen gelistet. Damit sind sie die größten Arbeitsplatzbeschaffer und haben ein sehr großes Potenzial, unsere Zukunft in Industrie und Gesellschaft aktiv und nachhaltig mitzugestalten.
Um Infrastruktur und Industrie nicht nur zukunftsfähig aufzubauen, sondern bestehende Strukturen ebenfalls nachhaltiger zu gestalten, ist das SDG 9 nicht nur an Großindustrie, Politik oder Infrastrukturunternehmen adressiert. Verbesserungen im Einzelnen, wie die effektivere Nutzung von Ressourcen, die Etablierung umweltfreundlicher Prozesse oder die Entwicklung und Nutzung von sauberen Technologien spricht alle Unternehmungen vom Einzelunternehmen bis zum globalen Großunternehmen an.
 
Quellen:
Die UN-Nachhaltigkeitsziele (bundesregierung.de)

Laura Lehmann

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SDG Nr. 8 – Angemessene Arbeit und Wirtschaftswachstum

10. Mai 2021

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SDG Nr. 8 – Angemessene Arbeit und Wirtschaftswachstum

10. Mai 2021

Dieses Zukunftsziel beschreibt die Vision einer Welt, in der alle Menschen am wirtschaftlichen Wohlstand teilhaben und ihren eigenen Beitrag dazu leisten können. Durch ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum sollen Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeitsbedingungen für alle weltweit gefördert werden. Das setzt unter anderem gutes Verwaltungshandeln genauso wie einen starken Privatsektor und eine nachhaltige Finanzwirtschaft voraus.
Wieso betreffen mich nachhaltiges Wachstum und menschenwürdige Arbeitsplätze außerhalb Deutschlands?
Die Verlagerung der Produktion von Textilien in Niedriglohnländer verdeutlicht die Notwendigkeit der Schaffung menschenwürdiger Arbeit überall auf der Welt. Nachhaltiger Wohlstand kann in diesen Ländern nicht geschaffen werden, wenn die Produkte dort unter niedrigen Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards hergestellt werden. Damit kann auch der Migrationsdruck in die Industrieländer steigen.
 
In diesem Zusammenhang wurde das „Bündnis für nachhaltige Textilien“ gegründet. Es besteht aus Unternehmen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Standardorganisationen sowie der Bundesregierung. Erreicht werden soll die Verbesserung der Rahmenbedingungen entlang der gesamten Textil-Lieferkette.
 
Das sind beispielsweise:
  • die Bekämpfung von Kinderarbeit,
  • die Anhebung des Lohnniveaus in Richtung existenzsichernder Löhne,
  • die Vermeidung gesundheitsschädlicher Chemikalien,
  • oder auch die nachhaltige Wassernutzung im Baumwollanbau.
Aktuell bekennt sich die Hälfte des deutschen Textileinzelhandels nachweisbar zu besseren Arbeitsbedingungen und Umweltschutz in ihrer Lieferkette. Externe Experten überprüfen die Fortschritte jährlich.
 

Laura Lehmann

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Nachhaltigkeitsziel Nr. 7 – Preisewerte und saubere Energie

3. Mai 2021

Lösungen für erneuerbare Energie werden täglich günstiger, zuverlässiger und effektiver. Unsere aktuelle Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist nicht nachhaltig und schädlich für unseren Planeten. Weil Energie eine grundlegende Voraussetzung für wirtschaftliche und soziale Entwicklung ist müssen wir die Art, wie wir Energie herstellen und verbrauchen, ändern. Saubere Energiequellen sind ein Schlüsselfaktor für den Umwelt- und Klimaschutz.
SDG 7 lautet somit: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle bis zum Jahr 2030 zu sichern.
Wichtige Unterziele des Nachhaltigkeitsziels 7 sind, den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix deutlich zu erhöhen, die weltweite Energieeffizienz zu verdoppeln und den Zugang zu Forschung und Technologie für saubere Energie zu erleichtern sowie Investitionen in Energieinfrastruktur und saubere Energietechnologien zu fördern.

Gegenseitige positiv Beeinflussung

Vielen Ziele stehen in einer positiven Beziehung miteinander. So überschneidet sich das Nachhaltigkeitsziel Nr. 7 mit weiteren Nachhaltigkeitszielen, vor allem mit den Zielen für Klimaschutz (SDG 13), nachhaltigen Konsum (SDG 12), sowie eine nachhaltige Stadtentwicklung (SDG 11) und Landwirtschaft (SDG 2).

Unser Tipp

Informieren euch über Energiesparmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Beratung bei den Verbraucherzentralen. Wissenswertes – vom Stromsparen im Haushalt bis zu den Zuschüssen für energieeffizientes Bauen oder den Energieausweis für Mieter und Käufer von Immobilien – bekommt ihr unter anderem beim Bundesministerium für Energie und Wirtschaft. Oder wechselt selbstständig zu einem nachhaltigen Stromanbieter (z.B. Greenpeace).
 
Quelle:

Laura Lehmann

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25. April 2021

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​Das Nachhaltigkeitsziel Nr. 6 – Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen

25. April 2021

Auch in Deutschland ist der Schutz des Wassers ein zentrales Anliegen.
Die sichere Versorgung mit sauberem Wasser ist für ein Leben in Gesundheit und Würde unerlässlich.
​Das Nachhaltigkeitsziel Nr. 6 – ein umfassendes Wasserziel mit sechs Handlungsfeldern:
  • Zugang zu sicherem und bezahlbarem Trinkwasser für alle
  • Angemessene Sanitärversorgung und Hygiene für alle
  • Verbesserung der Gewässerqualität
  • Steigerung effizienter Nutzung und nachhaltige Entnahme von Wasser zur Reduzierung der Wasserknappheit
  • Integriertes Management der Wasserressourcen, auch grenzüberschreitend
  • Schutz und Wiederherstellung von Wasserökosystemen

Wieso betreffen mich Wasserqualität und Versorgung ganz persönlich?

Sauberes Trinkwasser und eine nachhaltige Versorgung sind für die Gesundheit und Ernährung entscheidend. Das ist in Deutschland heute gewährleistet. Allerdings hat der Klimawandel Einfluss auf den Grundwasserspiegel – er sinkt stetig ab. Menschen (auch in Deutschland) die z.B. mit Quellwasser ihren Garten gießen, können schon heute die stetige Absenkung des Grundwasserspiegels beobachten. In Deutschland können diese Menschen im Ernstfall auf ihr Leitungswasser zurückgreifen. Der Wald aber nicht. So hat z.B. der Borkenkäfer es leichter, sich in der Rinde anzusiedeln und die Bäume so zu zerstören. ​Laut Umweltbundesamt war 2019 eine Fläche von 2.711 Hektar in Deutschland von Waldbränden betroffen. Das ist die größte Fläche seit 27 Jahren.
Wir haben es in der Hand. Wasser ist ein kostbares Gut, das nicht verschwendet werden darf!
TIPP: Geht sparsam und damit nachhaltig mit Wasser um. Arzneimittelreste gehören nicht in die Toilette oder den Abfluss, sondern in den Restmüll. Achtet bei der Verwendung von Wasch- und Reinigungsmitteln auf die richtige Dosierung. Oder steigt direkt auf nachhaltige Produkte um.
 
Quelle:

Laura Lehmann

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Nachhaltigkeitsziel Nr. 5 – Gleichstellung der Geschlechter

18. April 2021

In Deutschland ist die rechtliche Gleichstellung der diversen Geschlechter erreicht. An der tatsächlichen, alltäglichen Gleichstellung haben wir aber auch in Deutschland noch jede Menge zu tun.
 
​Geschlechtsspezifische Diskriminierung untergräbt unser Sozialgefüge und entwertet uns alle. Indem z.B. Frauen gleiche Rechte verweigert werden, wird die Hälfte der Bevölkerung unseres Planeten an der Ausschöpfung ihres vollen Potentials gehindert. Weltweit werden Millionen von Frauen beim Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und in ihrem alltäglichen Leben diskriminiert. Sie sind häufiger Opfer von Menschenhandel sowie körperlicher oder sexueller Gewalt.
Gleichstellung der Geschlechter ist ein Menschenrecht.
Weltweit gibt es bei der Gleichstellung Fortschritte. Dennoch bestehen immer noch erhebliche Defizite. Zusammen können wir Vorurteile beseitigen und für Gleichberechtigung und Respekt von Frauen, Männern und nicht-binären Menschen arbeiten.
Die Hauptziele des Nachhaltigkeitsziels Nr. 5 (=Sustainable Development Goals, kurz: SDG) – Geschlechtergleichheit herstellen
  • Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft
  • Beseitigung aller Formen von Diskriminierung
  • Verhinderung aller Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen
  • Förderung von Frauen in Führungspositionen in Wirtschaft, Politik und dem öffentlichem Leben
  • Unbezahlte Pflege- und Hausarbeit anerkennen, wertschätzen und gerechter verteilen
  • Einen gleichberechtigten Zugang zu Gesundheitsleistungen, wirtschaftlichen Ressourcen, Technologien und Finanzen
  • Alle schädlichen Praktiken wie Kinderheirat, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung beseitigen
Selbstverständlich hört es nicht bei der Gleichstellung zwischen Männern und Frauen auf. Auch die Gleichstellung auch derer, deren geschlechtliche Identität und/oder sexuelle Orientierung nicht dem heteronormativen Verständnis entspricht muss gewährleistet sein.
 
Quelle:

Laura Lehmann

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Nachhaltigkeitsziel Nr. 4 – Gute Ausbildung

13. April 2021

Bildung ist der Schlüssel zu Wohlstand und öffnet eine Welt voller Möglichkeiten: Alle Menschen sollen eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung erhalten. Das Nachhaltigkeitsziel (=Sustainable Development Goals, kurz: SDG) Nr. 4 steht daher für inklusive, gerechte und hochwertige Bildung und lebenslanges Lernen für alle.
Gute individuelle Bildung ist aber nur die eine Seite dieses Nachhaltigkeitsziels. Die andere Seite ist die Bildung der Menschen für nachhaltige Entwicklung.
Denn durch Bildung kann der Einzelne erkennen: Mein Handeln hat Konsequenzen – nicht nur für mich und mein Umfeld, sondern auch für andere. Ich kann dazu beitragen, die Welt ein Stück zu verbessern.
Dieses Denken ist dringend notwendig, um Veränderungen anzustoßen, drängende globale Probleme zu lösen, damit auch zukünftige Generationen gut leben können.

Wichtige Ziele sind unter anderem

  • Eine kostenlose und hochwertige Grund- und Sekundarausbildung für alle Mädchen und Jungen bis 2030
  • Bildungsförderung als Schwerpunkt deutscher Entwicklungspolitik weiter ausbauen
  • Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Erziehung, Betreuung und Vorschulbildung und zu hochwertiger fachlicher, berufliche rund tertiärer Bildung für alle bis 2030
  • Beseitigung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Bildung
  • Das SDG 4 basiert auf einem breiten Bildungsverständnis und dem Prinzip des lebenslangen Lernens
Quelle:

Laura Lehmann

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