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PANGOLI TEAM

Durch nachhaltiges Marketing mehr erreichen.

Wie lässt sich ganzheitliche Nachhaltigkeit erreichen? 

 

Staatsoberhäupter der ganzen Welt haben sich zusammengesetzt und im Jahr 2015 die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet. Die Sustainable Development Goals (kurz: SDGs), richten sich an alle: Regierungen und Wirtschaft weltweit. Aber auch an jeden von uns. Diese Ziele haben die Kraft, die Armut zu beseitigen, gegen Ungleichheit zu kämpfen und den Klimawandel zu beenden.

 

NACHHALTIGKEITSZIELE

Viele der Ziele greifen ineinander und begünstigen sich bei Erreichung gegenseitig. 

 
 

SDG Nr. 1

Keine Armut

Die Überwindung von Armut ist die größte Herausforderung der Gegenwart. Armut gibt es in vielen Ausprägungen. Absolute Armut, die mitunter lebensbedrohend ist, ist nicht vergleichbar mit der Situation von Menschen mit niedrigem Einkommen in Deutschland. Beide Formen der Armut müssen jedoch bekämpft werden. Fast die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Armut. Täglich sterben Tausende, weil es an Nahrung und sauberem Wasser fehlt.

Warum geht Armut jeden etwas an? 

Eventuell wäre man dazu geneigt zu sagen „Mir geht es gut. Was geht mich Armut an? Armut ist weit weg und betrifft uns nicht“. Aber Armut geht uns alle an. Armutsbekämpfung bedeutet auch die Wahrung des globalen Gleichgewichts und die Vermeidung von sozialen Konflikten, auch über Landesgrenzen hinaus. Tragen wir zur Bekämpfung von Armut bei so bekämpfen wir auch die Fluchtursache von Millionen von Menschen, die auf der Suche nach Arbeit ihre Heimat verlassen müssen. Wenn wir Armut bekämpfen geben wir Menschen weltweit die Möglichkeit, ihr Potential auszuschöpfen und sich ein besseres Leben aufzubauen. Wir dürfen nie vergessen: Armut kann jeden von uns treffen. Egal wo wir leben.


Das Hauptziel des SDG 1 lautet: Armut in jeder Form und überall beenden. 


Neben diesem konkreten, sehr global formulierten Hauptziel wurden auch weitere Nebenziele definiert.

Diese findet ihr hier.

 

 
 

SDG Nr. 2

Kein Hunger

Hunger ist die Haupttodesursache in der Welt. Unser Planet bietet enorme Ressourcen und genug für alle. Allerdings sind diese ungleich verteilt. Während die eine Hälfte des Planeten im Überfluss lebt, leidet die andere an Hunger. Millionen von Menschen, vor allem Kinder, sind von Unterernährung betroffen. Wenn wir nachhaltige und moderne Landwirtschaft betreiben und auf eine faire Ressourcenverteilung achten, können wir die gesamte Weltbevölkerung ernähren und sicherstellen, dass kein Mensch je wieder Hunger leiden muss. 

 

Das Hauptziel des SDG 2


Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.


Die wichtigsten Unterziele von SDG 2 sind

  • Zugang zu ausreichend Nahrungsmitteln für alle Menschen

  • Für bessere, ausgewogene Ernährung sorgen

  • Höhere Einkommen für Kleinbauern

  • Nachhaltige und moderne landwirtschaftliche Methoden und Technologien fördern

  • Genetische Vielfalt bewahren

  • Handelsbeschränkungen und -verzerrungen korrigieren 

SDG Nr. 3

Gesundheit und Wohlbefinden

Alle Menschen wünschen sich Gesundheit ein Leben lang. Den Zugang zu guter medizinischer Versorgung, lebensrettenden Medikamenten, gesunder Ernährung, sauberem Wasser und guter Luft zu ermöglichen ist Aufgabe der Politik. 


Hauptziel des SDG 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern!

 

Auch in Deutschland bleibt viel zu tun – obwohl das deutsche Gesundheitssystem vielfach als eines der besten der Welt wahrgenommen wird. Die Bundesregierung will sicherstellen, dass alle Bürger*innen in einer alternden Gesellschaft eine gute, flächendeckende medizinische Versorgung von Beginn bis zum Ende ihres Lebens erhalten. Und das unabhängig von ihrem Einkommen und Wohnort. Besonderer Fokus liegt aktuell auf der Stärkung der Pflege und der Gewährleistung schnellerer Facharzttermine für alle Versicherten.

Hierfür zahlreiche Teilziele formuliert, z.B.:​

  • Senkung der Raucherquote von Jugendlichen auf 7 Prozent, der Erwachsenen auf 19 Prozent bis 2030

  • Anzahl der fettleibigen Menschen in Deutschland senken 

  • Reduzierung der Emissionen von Luftschadstoffen bis 2030 um die Hälfte

 

SDG Nr. 4

Gute Ausbildung

Bildung ist der Schlüssel zu Wohlstand und öffnet eine Welt voller Möglichkeiten: Alle Menschen sollen eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung erhalten. 


Hauptziel des SDG 4 – inklusive, gerechte und hochwertige Bildung und lebenslanges Lernen für alle.
 

Wichtige Ziele sind unter anderem:

  • Eine kostenlose und hochwertige Grund- und Sekundarausbildung für alle Mädchen und Jungen bis 2030
    Bildungsförderung als Schwerpunkt deutscher Entwicklungspolitik weiter ausbauen
    Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Erziehung, Betreuung und Vorschulbildung und zu hochwertiger fachlicher, berufliche rund tertiärer Bildung für alle bis 2030
    Beseitigung geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Bildung

Das SDG 4 basiert auf einem breiten Bildungsverständnis und dem Prinzip des lebenslangen Lernens. 

 

SDG Nr. 5

Gleichstellung der Geschlechter

In Deutschland ist die rechtliche Gleichstellung der diversen Geschlechter erreicht. An der tatsächlichen, alltäglichen Gleichstellung müssen wir noch arbeiten.

Geschlechtsspezifische Diskriminierung untergräbt unser Sozialgefüge und entwertet uns alle. Indem z.B. Frauen gleiche Rechte verweigert werden, wird die Hälfte der Bevölkerung unseres Planeten an der Ausschöpfung ihres vollen Potentials gehindert. Gleichstellung der Geschlechter ist ein Menschenrecht.

Weltweit gibt es bei der Gleichstellung Fortschritte. Dennoch bestehen immer noch erhebliche Defizite. Zusammen können wir Vorurteile beseitigen und für Gleichberechtigung und Respekt von Frauen, Männern und nicht-binären Menschen arbeiten.


SDG 5 – Geschlechtergleichheit herstellen

  • Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft

  • Beseitigung aller Formen von Diskriminierung

  • Verhinderung aller Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen

  • Förderung von Frauen in Führungspositionen in Wirtschaft, Politik und dem öffentlichem Leben

  • Unbezahlte Pflege- und Hausarbeit anerkennen, wertschätzen und gerechter verteilen

  • Einen gleichberechtigten Zugang zu Gesundheitsleistungen, wirtschaftlichen Ressourcen, Technologien und Finanzen

  • Alle schädlichen Praktiken wie Kinderheirat, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung beseitigen 

Anmerkung der Redaktion:

Wir möchten anregen, dass eine Gleichstellung aller Menschen angestrebt wird – auch derer, deren geschlechtliche Identität und/oder sexuelle Orientierung nicht dem heteronormativen Verständnis entspricht.  

 

SDG Nr. 6

Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen

Die sichere Versorgung mit sauberem Wasser ist für ein Leben in Gesundheit und Würde unerlässlich. Das soll weltweit bis zum Jahr 2030 erreicht werden. Auch in Deutschland ist der Schutz des Wassers ein zentrales Anliegen.

SDG 6 – ein umfassendes Wasserziel mit sechs Handlungsfeldern:

  • Zugang zu sicherem und bezahlbarem Trinkwasser für alle

  • Angemessene Sanitärversorgung und Hygiene für alle

  • Verbesserung der Gewässerqualität

  • Steigerung effizienter Nutzung und nachhaltige Entnahme von Wasser zur Reduzierung der Wasserknappheit

  • Integriertes Management der Wasserressourcen, auch grenzüberschreitend

  • Schutz und Wiederherstellung von Wasserökosystemen

 

Wieso betreffen mich Wasserqualität und Versorgung ganz persönlich?

 

Sauberes Trinkwasser und eine nachhaltige Versorgung sind für die Gesundheit und Ernährung entscheidend. Das ist in Deutschland heute gewährleistet. Allerdings hat der Klimawandel Einfluss auf den Grundwasserspiegel – er sinkt stetig ab. Menschen (auch in Deutschland) die z.B. mit Quellwasser ihren Garten gießen, können schon heute die stetige Absenkung des Grundwasserspiegels beobachten. In Deutschland können diese Menschen im Ernstfall auf ihr Leitungswasser zurückgreifen. Der Wald aber nicht. So hat z.B. der Borkenkäfer es leichter, sich in der Rinde anzusiedeln und die Bäume so zu zerstören.

Laut Umweltbundesamt war 2019 eine Fläche von 2.711 Hektar in Deutschland von Waldbränden betroffen. Das ist die größte Fläche seit 27 Jahren.

Wir haben es in der Hand. Wasser ist ein kostbares Gut, das nicht verschwendet werden darf!  

 

TIPP: Geht sparsam und damit nachhaltig mit Wasser um. Arzneimittelreste gehören nicht in die Toilette oder den Abfluss, sondern in den Restmüll. Achtet bei der Verwendung von Wasch- und Reinigungsmitteln auf die richtige Dosierung. Oder steigt direkt auf nachhaltige Produkte um. 

 

SDG Nr. 7

Preiswerte und saubere Energie

Lösungen für erneuerbare Energie werden täglich günstiger, zuverlässiger und effektiver. Unsere aktuelle Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist nicht nachhaltig und schädlich für unseren Planeten. Weil Energie eine grundlegende Voraussetzung für wirtschaftliche und soziale Entwicklung ist müssen wir die Art, wie wir Energie herstellen und verbrauchen, ändern. Saubere Energiequellen sind ein Schlüsselfaktor für den Umwelt- und Klimaschutz. 


SDG 7 lautet somit: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle bis zum Jahr 2030 zu sichern.

 

Wichtige Unterziele des Nachhaltigkeitsziels 7 sind, den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix deutlich zu erhöhen, die weltweite Energieeffizienz zu verdoppeln und den Zugang zu Forschung und Technologie für saubere Energie zu erleichtern sowie Investitionen in Energieinfrastruktur und saubere Energietechnologien zu fördern.

 

Dieses Ziel überschneidet sich mit weiteren Nachhaltigkeitszielen, vor allem mit den Zielen für Klimaschutz (SDG 13), nachhaltigen Konsum (SDG 12), sowie eine nachhaltige Stadtentwicklung (SDG 11) und Landwirtschaft (SDG 2).


TIPP: Informieren euch über Energiesparmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Beratung bei den Verbraucherzentralen. Wissenswertes – vom Stromsparen im Haushalt bis zu den Zuschüssen für energieeffizientes Bauen oder den Energieausweis für Mieter und Käufer von Immobilien – bekommt ihr unter anderem beim Bundesministerium für Energie und Wirtschaft. Oder wechselt selbstständig zu einem nachhaltigen Stromanbieter (z.B. Greenpeace).

 

SDG Nr. 8

Angemessene Arbeit und Wirtschaftswachstum

Die Globalisierung birgt viele Chancen für mehr Wohlstand. Jedoch profitieren nicht alle auf gleiche Weise von ihren Vorteilen. Wenn es beispielsweise um gute Arbeit mit sozialen Mindeststandards und adäquaten Löhnen geht, stehen wir international immer noch vor vielen Herausforderungen.

Viele Produkte und Rohstoffe unseres täglichen Lebens stammen aus dem Ausland, häufig aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Gleichzeitig verkaufen deutsche Unternehmen ihre Waren und Dienstleistungen in fast alle Länder der Erde. Die Globalisierung birgt viele Chancen für mehr Wohlstand für alle.


Das SDG 8 

Dieses Zukunftsziel beschreibt die Vision einer Welt, in der alle Menschen am wirtschaftlichen Wohlstand teilhaben und ihren eigenen Beitrag dazu leisten können. Durch ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum sollen Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeitsbedingungen für alle weltweit gefördert werden. Das setzt unter anderem gutes Verwaltungshandeln genauso wie einen starken Privatsektor und eine nachhaltige Finanzwirtschaft voraus.


Wieso betreffen mich nachhaltiges Wachstum und menschenwürdige Arbeitsplätze außerhalb Deutschlands?

 

Die Verlagerung der Produktion von Textilien in Niedriglohnländer verdeutlicht die Notwendigkeit der Schaffung menschenwürdiger Arbeit überall auf der Welt. Nachhaltiger Wohlstand kann in diesen Ländern nicht geschaffen werden, wenn die Produkte dort unter niedrigen Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards hergestellt werden. Damit kann auch der Migrationsdruck in die Industrieländer steigen. 


Zum Beispiel soll die nachhaltige Produktion in der Textilindustrie ausgebaut werden: 

  • Bekämpfung von Kinderarbeit

  • Anhebung des Lohnniveaus

  • Vermeidung gesundheitsschädlicher Chemikalien

  • Nachhaltige Wassernutzung im Baumwollanbau

Aktuell bekennt sich die Hälfte des deutschen Textileinzelhandels nachweisbar zu besseren Arbeitsbedingungen und Umweltschutz in ihrer Lieferkette. Externe Experten überprüfen die Fortschritte jährlich.

 

SDG Nr. 9

Industrie, Innovation und Infrastruktur

Darin war sich die Staatengemeinschaft mit der Verabschiedung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele 2015 in New York einig: Nachhaltiges Wirtschaftswachstum, nachhaltige Produktion, nachhaltige Städte und nachhaltige Bildungs- und Gesundheitssysteme sowie damit eine ganze Reihe wichtiger Nachhaltigkeitsziele sind ohne intelligente Innovationen, moderne Infrastrukturen und eine leistungsfähige Industrie nicht denkbar.

Somit bildet eine belastbare Infrastruktur, durch Innovationen unterstützten, nachhaltige Industrialisierung das Hauptziel des SDG 9. 
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SDG Nr. 10

Weniger Ungleichheit

Einkommen und Vermögen sind weltweit ungleich verteilt. In vielen Ländern steigt die Ungleichheit weiter an. Deshalb soll insbesondere das Einkommen der ärmsten 40 Prozent der Bevölkerung wachsen.

Alle Menschen sollen ihr Leben selbst bestimmen können. Ihre soziale, wirtschaftliche und politische Teilhabe soll gefördert werden. Das stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirkt sich auch positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Große soziale, politische und wirtschaftliche Ungleichheit innerhalb von Staaten - aber auch zwischen verschiedenen Staaten - ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit.


Mit SDG 10 hat sich die Staatengemeinschaft dabei zum Ziel gesetzt, die Ungleichheit zwischen den Ländern zu verringern. Zudem ist Ungleichheit als Querschnittsthema entlang aller 17 Ziele für den Erfolg der Agenda 2030 von Bedeutung. Das Prinzip der Agenda "Niemanden zurücklassen" unterstreicht dies im Besonderen.

 

SDG Nr. 11

Nachhaltige Städte und Gemeinden

Die Weltbevölkerung nimmt kontinuierlich zu. 

Jeder zweite Mensch lebt heute in der Stadt. Damit wir in Zukunft gut leben, brauchen wir bezahlbaren urbanen Wohnraum und eine nachhaltige und integrierte Stadtentwicklungspolitik.

 

Zu lebenswerten Städten gehört gute Arbeit, nachhaltige Infrastruktur und Mobilität, Gesundheit und Teilhabe der Menschen. Aber auch ländliche Gegenden dürfen nicht vergessen werden: Lebenswerte ländliche Räume und Dörfer mit guten Arbeitsplätzen und Infrastrukturen dämpfen eine Urbanisierung der Gesellschaft.

SDG 11– Nachhaltige Städte und Gemeinden
 

Allgemeines Ziel ist es Städte inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu machen.

Konkret beinhaltet das unter anderem:

  • Nachhaltige Nutzung der Flächen

  • Sichere, bezahlbare und nachhaltige Mobilität in der Stadt und auf dem Land

  • Senken der Umweltbelastung durch Städte

  • Gesicherte Grundversorgung und digitale Anbindung ländlicher Gemeinden

  • Bezahlbarer Wohnraum für alle

 

SDG Nr. 12 

Verantwortungsbewusste Nutzung und Herstellung

Unser Planet ist nur begrenzt belastbar. Um weiterhin gut leben zu können und dies auch zukünftigen Generationen zu ermöglichen, müssen wir unseren Konsum und unsere Produktionstechniken zu verändern. Ein Baustein dazu sind Regeln für den Umgang mit begrenzten Ressourcen, für den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. Der eigene Lebensstil und das private Konsumverhalten müssen nachhaltig gestaltet werden. Praktische Tipps und verlässliche Informationen, etwa durch Siegel, können dabei helfen.

SDG Nr. 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Im Einzelnen heißt das unter anderem, dass die Nahrungsmittelverschwendung halbiert, der Umgang mit Chemikalien umweltverträglich und das Abfallaufkommen verringert werden soll. Außerdem ist eine Nachhaltigkeitsberichterstattung in größeren Unternehmen vorgesehen. Dem Staat kommt beim Sicherstellen nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster eine Vorreiterrolle zu, unter anderem durch die öffentliche Beschaffung.

Konkrete Beispiel: Initiative Zu gut für die Tonne!

Die Initiative verfolgt das Ziel, durch Information der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Wertschätzung unserer Lebensmittel zu erhöhen. Sie will damit einen Beitrag zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung leisten.

Tipp: Diese und viele weitere Fragen rund um umweltbewussten und sozialen Konsum beantwortet das Onlineportal des Nachhaltigen Warenkorbs. Unter www.nachhaltiger-warenkorb.de zeigt der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), wie Verbraucher:innen  aktiv etwas für das Klima tun können.

Tipp: Auf www.blauer-engel.de können gezielt Produkte gesucht oder in verschiedenen Produktkategorien stöbern werden. Über 12.000 Produkte und Dienstleistungen tragen den Blauen Engel.

Tipp: Der Produktfinder hilft bei der Suche nach energieeffizienten Haushaltsgeräten.

 

SDG Nr. 13

Maßnahmen zum Klimaschutz

Der Klimawandel ist eine reale Bedrohung. Die Auswirkungen sind schon heute sichtbar: Der Klimawandel führt zu Extremwetterereignisse wie Wirbelstürmen, Dürren und Überschwemmungen. Wenn der Meeresspiegel steigt, Ernten vertrocknen und ganze Landstücke unbewohnbar werden, zieht es die Menschen dorthin, wo es sich besser leben lässt. Deshalb will die Staatengemeinschaft den Klimawandel gemeinsam deutlich begrenzen.

Weltweit ist die mittlere Temperatur seit Beginn der Industrialisierung im Durchschnitt bereits um rund ein Grad gestiegen. Ohne eine Begrenzung der Treibhausgasemissionen könnte  bis 2100 um mehr als drei Grad Celsius ansteigen – mit immensen Schäden. Im Pariser Klimaschutzabkommen hat sich die Staatengemeinschaft deshalb weltweit zu Maßnahmen zum Schutz des Weltklimas verpflichtet. Auch in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung hat der Klimaschutz eine zieleübergreifende Rolle.


Das Nachhaltigkeitsziel 13 ruft zu umgehenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf.


Wieso betreffen mich die Folgen des Klimawandels?

 

In der globalisierten Welt sind die Folgen des Klimawandels weltweit spürbar - auch in Deutschland. Extreme Wetterereignisse nehmen zu: zu trockene Sommer, extreme Starkregen, zu kurze Winter. Extremwetter belastet die Gesundheit vor allem älterer und kranker Menschen. Die Wirtschaft leidet: Die Landwirtschaft verzeichnet Ernteeinbußen, Schiffe können wegen Trockenheit nicht ausreichend Rohstoffe transportieren – es kann teilweise Versorgungsengpässe geben. Waldbrände nehmen zu – dabei sind die Wälder besonders wichtig fürs Klima. Woanders verlieren Menschen ihre Lebensgrundlagen und müssen fliehen: Denn kleine Inselgruppen verschwinden im Meer. Zu geringe Ernteerträge gefährden die Ernährung. Gefährliche Infektionskrankheiten können sich ausbreiten.

 

SDG Nr. 14

Leben unter Wasser

Die Ozeane sind Grundlage des Lebens. Sie bedecken 70 Prozent unseres Planeten und wir sind auf sie angewiesen. Sie dienen als Quelle für Nahrung, Energie und Wasser. Dennoch hat die Menschheit diese wertvolle Ressource dramatisch beschädigt: Steigende Wassertemperaturen, Verschmutzung und Überfischung belasten das empfindliche Ökosystem der Weltmeere stark. Deshalb will die Staatengemeinschaft bis 2030 diese Entwicklung stoppen. Die Meere beherbergen eine enorme biologische Vielfalt (Biodiversität) und leisten einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherung: Weltweit decken 3,2 Milliarden Menschen mehr als 20 Prozent ihres Bedarfs an tierischem Eiweiß durch Fisch. Der Fischereisektor bildet die Existenzgrundlage von mehr als zehn Prozent der Weltbevölkerung. Der größte Teil dieser Menschen lebt in Entwicklungs- und Schwellenländern. Verschmutzung, Überfischung und der globale Klimawandel bedrohen die Lebensgrundlage vieler Menschen heute sowie die zukünftiger Generationen, insbesondere in den Entwicklungsländern. 

 

SDG 14 - Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen.

  • Bis 2025 alle Arten der Meeresverschmutzung und Nährstoffbelastung verhüten und erheblich verringern

  • Bis 2020 die Meeres- und Küstenökosysteme nachhaltig bewirtschaften und schützen, damit die Meere wieder gesund und produktiv werden

  • Bis 2020 die Fangtätigkeit wirksam regeln

  • Bis 2020 bestimmte Formen der Fischereisubventionen untersagen, die zu Überkapazitäten und Überfischung, illegaler, ungemeldeter und unregulierter Fischerei beitragen

  • Die wissenschaftlichen Kenntnisse vertiefen, die Forschungskapazitäten ausbauen und Meerestechnologien weitergeben

  • Den Zugang der handwerklichen Kleinfischer zu den Meeresressourcen und Märkten gewährleisten

  • Die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Ozeane und ihrer Ressourcen verbessern durch die Umsetzung des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen

 

Tipp: Als Verbraucher könnt ihr viel dazu beitragen, dass die Meere und Küstenregionen nachhaltig bewirtschaftet werden. Beispiel Lebensmittel Fisch. Zusammen mit Fischereiexperten und Umweltschutzorganisationen hat der MSC Standards für eine nachhaltige Fischerei erarbeitet. Das MSC-Siegel kennzeichnet nun Fische aus bestandserhaltender Fischereiwirtschaft. Mehr Infos und Tipps gibts hier: Verbraucherportal.
 

 

SDG Nr. 15

Leben an Land

Ein ausgeglichenes Ökosystem ist die Grundlage für unser Leben auf diesem Planeten. Wird es aus dem Gleichgewicht gebracht treibt das viele Menschen in Hunger und Armut, führt zu Umweltkatastrophen und gefährdet unser Klima und eine nachhaltige Zukunft.

Deshalb will die Staatengemeinschaft durch das Nachhaltigkeitsziel 15 Leben an Land wirksam schützen.

Das SDG 15 fordert: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen. Weitere wichtige Unterziele sind: Gesunde Wälder und Bergökosysteme erhalten, den Zugang zu genetischen Ressourcen ermöglichen, Wilderei beenden, die Invasion fremder Arten verhindern, Biodiversität finanziell stärker fördern sowie die Finanzierung nachhaltiger Waldwirtschaft sicherstellen.

 

Gesunde Wälder, Moore, Böden, Flüsse, Seen und Berge sind Lebensraum und gleichzeitig Grundlage für die Sicherung einer vielfältigen Ernährung, sorgen für saubere Luft und sauberes Trinkwasser und liefern wichtige Rohstoffe. Intakte Ökosysteme wirken temperaturausgleichend und können als CO2-Senken einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.


Das Prinzip der "Nachhaltigkeit" geht auf Hans Carl von Carlowitz zurück. Er beschrieb 1713, dass nachhaltige Waldbewirtschaftung voraussetzt, dass nicht mehr Holz geerntet wird als nachwächst.

 

SDG Nr. 16

Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen 

Anteilnahme und ein starker moralischer Kompass sind in jeder Gesellschaft wichtig. Aber ohne Frieden und Gerechtigkeit, ein sicheres Umfeld und rechtstaatlich handelnde Institutionen ist die gesunde Entwicklung einer Gesellschaft  nur schwer möglich.

 

Frieden ist aus gutem Grund einer der fünf Grundpfeiler der Agenda 2030, mit der sich die Staatengemeinschaft zu weltweit nachhaltiger Entwicklung verpflichtet hat.

Deutschland setzt sich weltweit in seinen bilateralen Beziehungen, in der Europäischen Union (EU) und im Rahmen internationaler Organisationen wie den Vereinten Nationen (UN) für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt ein: Für die Beendigung gewaltsamer Konflikte, für umfassende Krisenprävention, effektive Rüstungskontrolle, den Schutz der Menschenrechte, für gute Regierungsführung und die Stärkung einer regelbasierten internationalen Ordnung.

SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

 

Wichtige Ziele und Unterziele sind:

  • Friedliche und inklusive Gesellschaften schaffen

  • Alle Formen der organisierten Kriminalität bekämpfen

  • Leistungsfähige, transparente und rechenschaftspflichtige Institutionen aufbauen

  • Rechtsstaatlichkeit, allen Menschen Zugang zur Justiz gewährleisten

  • Korruption bekämpfen

  • Illegale Finanz- und Waffenströme verringern

 

SDG Nr. 17

Partnerschaft zur Erreichung der Ziele

Nur gemeinsam können wir alle 17 Ziele erreichen.

Die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) gehen daher alle an: Regierungen, die Zivilgesellschaft und die Unternehmen. Deshalb fordert das SDG 17 eine globale Partnerschaft aller Akteure. Denn nur die partnerschaftliche Umsetzung der 17 SDGs schafft die Bedingungen für Nachhaltigkeit – lokal, regional, national und global.

 

Das Prinzip "niemanden zurückzulassen" ("leave no one behind", LNOB) beschreibt die gemeinschaftliche Verantwortung, alle Menschen auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung mitzunehmen. Es ist ein zentrales Leitprinzip bei der Bewältigung globaler Herausforderungen der Agenda 2030. LNOB zielt darauf ab, die Bedürfnisse der Ärmsten und am stärksten Benachteiligten in den Blick zu nehmen und allen Menschen soziale, wirtschaftliche und politische Teilhabe zu ermöglichen und Chancengleichheit zu fördern – innerhalb einer Gesellschaft sowie im Rahmen der globalen Gemeinschaft. Inklusive Gesellschaften und eine inklusive und gerechte globale Weltordnung sind Voraussetzungen für nachhaltigen Frieden und damit nachhaltige Entwicklung.


Vier tragende Prinzipien machen die globale Partnerschaft aus:

  • Alle Staaten müssen handeln

  • Gemeinsame Verantwortung bedeutet – alle sind für das globale Gemeinwohl entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit verantwortlich

  • Transparenz der Umsetzung und gegenseitiger Erfahrungsaustausch

  • Multi-Akteurs-Ansatz: Alle sind Teil des Teams – Staaten, Zivilgesellschaft, Unternehmen und Wissenschaft

SDG 17 - Wie soll eine solche globale Partnerschaft aussehen? Und wie erreicht werden?

  • Stärkung der finanziellen Situation der Entwicklungsländer- insbesondere der am wenigsten entwickelten Länder (LDC = Least Developed Countries)

  • Technologie- und Wissenstransfer in die LDC insbesondere im technischen Bereich soll verstärkt werden

  • Aufbau von Kapazitäten und Kompetenzen zur Umsetzung von nationalen Plänen für eine nachhaltige Entwicklung

  • Eine Öffnung der Märkte zur Verbesserung der Handelschancen der Entwicklungsländer

  • Verbesserte Politikkoordination, Nutzung von Multi-Akteurs-Partnerschaften sowie Ergebnismessung

 
 

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